Spagyrik – Ein naturheilkundliches Therapieverfahren zur Wiederherstellung des körperlichen, geistigen und seelischen Gleichgewichts

Geschichte

Seit dem Mittelalter wurde die Spagyrik als medizinischer Zweig der Alchemie entwickelt und angewendet.

Neben dem berühmten Arzt, Alchemisten und Philosophen Paracelsus (1493-1541) waren es später u.a. Carl-Friedrich Zimpel (1801-1879) oder Peter Beyersdorff (1928-2009), die ihre eigenen Varianten der Spagyrik entwickelten.

Herstellung und Wirkung

In der Alchemie wird allem, was existiert und jedem Lebensprozess eine Lebenskraft zugeschrieben. In dieser Lebenskraft sind die Prinzipien Sal (das materialisierende Prinzip), Sulfur (das beseelende Prinzip) und Mercurius (das belebende, zwischen Sal und Sulfur verbindende Prinzip) wirksam. Bei einer Pflanze, wirken die sulfurisierenden Prozesse im Blühen und Reifen der Früchte, die merkuriale Tätigkeit entfaltet sich im Bereich der grünen Stiele und Laubblätter und die Salzprozesse gehen von den in das Erdreich ragenden Wurzeln aus.

In der spagyrischen Pflanzenalchemie sind v.a. die ätherischen Öle die Träger des Sulfur-Prinzips, der Alkohol dient als Träger des merkurialen Prinzips und die in der Pflanze enthaltenen Salze repräsentieren das Sal-Prinzip.

Die flüchtigen Öle werden durch Destillation abgetrennt, die restlichen Pflanzenteile werden vergoren (Fermentation) und der entstandene Alkohol abdestilliert. Der Rückstand wird verascht (Calcination) und die löslichen Salze mit Wasser aufgelöst. Damit sind die drei Prinzipien sauber voneinander getrennt und werden nun nach dem alchemistischen Grundprinzip "solve et coagula" (trennen und zusammenfügen) zur höheren Wirksamkeit wieder vereint.

Heute erfolgt der zur Herstellung von spagyrischen Arzneimitteln notwendige mehrstufige Aufbereitungsprozess von Gärung, Destillation und Calcination mit Hilfe moderner labortechnischer Verfahren. Die so erhaltene, veredelte Substanz wirkt in seiner therapeutischen Kraft feiner als ihr Ausgangsmaterial.

Jede so aufbereitete Substanz trägt das Ideal der Heilkraft der Ausgangssubstanz in sich und kann so die Selbstheilungs- und Regulationsmechanismen des Körpers stärken.

Ein wissenschaftlicher Nachweis für die Wirksamkeit spagyrischer Arzneimittel konnte in Studien bisher nicht erbracht werden. Allerdings sprechen die guten Erfahrungen der Therapeuten und positiven Rückmeldungen zahlreicher Patienten für sich.

Anwendung

Die Spagyrik ist ein bedeutender Bestandteil unter den natürlichen Heilmitteln. Sie vereint die Potentiale der Phytotherapie, der Homöopathie, der Bachblütentherapie und der Schüssler-Salze. Sie stellt ein in sich geschlossenes System dar, welches sich an der Suche nach den tiefer liegenden Ursachen von Krankheiten orientiert.


Es ist eine Methode um den Menschen und seine Beschwerden in der Einheit von Körper, Geist und Seele wahrzunehmen und auf allen 3 Ebenen zu behandeln.

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